Handwerkliche  Kachelöfen  mit  Heiztechnik  von  Brunner,  Leda  &  Olsberg / Schmid

BRUNNER - heizen auf bayerisch

Handwerklich gebaute Kachelöfen sind kein Konsumgut oder mit billigen Kaminöfen zu vergleichen. Vor diesem Hintergrund werden bei BRUNNER-Holzfeuerungen entwickelt und gebaut, die den Forderungen nach Langlebigkeit und hoher Beständigkeit entsprechen. Robuste Gusskonstruktionen, die feuerungstechnisch die höchsten Anforderungen an Wirkungsgrad und Emissionswerten erfüllen. Daran arbeitet seit über 30 Jahren eine Gruppe von Spezialisten im niederbayerischen Eggenfelden mit großem Erfolg und sorgt für viel Freude beim Heizen mit Holz in Kachelöfen.


Die HKD-Serie
Natürlich gibt es unterschiedliche Anwendungen und Wünsche, die eine Holzfeuerung für den handwerklichen Ofenbau erfüllen soll. Konstruktiv sowie optisch unterscheiden sich deshalb die einzelnen Heizeinsätze in Füllmenge und Scheibenformat. So gibt es Öfen, in denen das Feuer in Kaminoptik mit kleineren Holz- mengen betrieben werden soll oder Brennräume mit großen Füllmengen für das Aufheizen keramischer Spei- chermasse. Doch eines haben alle HKD-Geräte gemeinsam: Sie sind langlebig, leicht zu bedienen und sauber in der Verbrennung.

Holzbrandfeuerungen mit großer Sichtscheibe.

Die Größe und Form der Sichtscheibe gibt dem Kachelofen sein Gesicht.
Die Eck- und Querformate, abgestimmt auf die heutige Architektur und die Raumzuschnitte. Nicht zu extravagant, aber harmonisch und mit neuen Ansätzen
  für zeitgemäße Ofenmöbel. Die Hochformate für Kachelöfen mit Kaminoptik in flacher oder runder Scheibenausführung.
Die Standardformate für den traditionellen Kachelofen. Mit kleinem Kontrollfenster, wenn vom Flur/Nebenraum geheizt wird.


 

 

Die zweite Scheibe für den Durchblick.

Tunnel-Varianten - Kachelofenheizeinsätze mit Türen an Front- und Rückseite werden als Durchsicht- oder Tunnel-Geräte bezeichnet. Die Ausführung mit zwei gleich großen Sichtscheiben wird oft in Öfen verbaut, die als Raumteiler wirken.

 

 

Durchheiztür - Die Ausführung mit kleiner Durchheiztür wird verwendet, wenn von einem Nebenraum geheizt wird (z. B. Flur).

 

Die Brennraumgrößen der HKD- Serie

Die Brennraumgröße wird bestimmt durch den Wärmebedarf des Raumes, der verbauten Speichermasse bei Strahlungsöfen und der gewünschten Anzahl an Abbränden. Natürlich kann auch der Wunsch einer bevorzugten Brennholzlänge oder einer bestimmten Einbautiefe berücksichtigt werden. Die jeweiligen Prioritäten werden gemeinsam mit dem Fachhandwerker geplant und individuell abgestimmt.

Die Querformate HKD 7/8/9 für große Gestaltungsvielfalt

Mit dem Gusskörper im Querformat und seinen unterschiedlichen Türformen lassen sich neue Ofenbilder realisieren. Eigenwillige Lösungen mit bewusst sicht- baren Türrahmen aus Gusseisen, die sich vom Ofenkörper absetzen. Eine Formenvielfalt, die Lust auf neue Kachelöfen macht.

 

Das Geheimnis sauberer Scheiben

Geschlossene Verbrennungsluftführung im Heizeinsatz für Außenluftanschluss. Die Lufteinlässe in der Brennkammer und die Brennraumgeometrie sind über Simulationen und Prüfstandversuche so optimiert worden, dass eine optimale Nachverbrennung erfolgt. Die Geometrie ermöglicht bei bestimmungsgemäßem Betrieb, dass die Scheibe ungewöhnlich lange sauber bleibt.

 


Ein HKD mit drei gesichtern

Der Brennraum für die Querformate ist immer der Gleiche. Die Wirkung des Ofens wird über die unterschiedlichen Türformen bestimmt.
Die Türformate:
Die Türen der Querformate sind so angelegt, dass mit zunehmender Rundung die Tür immer weiter vor die Ofenhülle rückt. Ein Akzent, der bei der ovalen Form bewusst betont wird. Die Tür schwebt vor der Ofenhülle.

 

Der HKD-Gusskorpus mit Eck-Scheibe - HKD 10/11

Die neue HKD-Baureihe mit eckigen Türformaten ermöglicht, was zuvor nur Kaminen und Grundöfen vorbehalten war: Feueratmosphäre von zwei Seiten, ohne Kompromisse. Und das alles in einem gusseisernen Holzbrandeinsatz, ausgelegt für Speicheröfen mit hohem Wirkungsgrad.

 

Nicht sichtbar, aber wertvoll.
Die Verbrennungsluftführung über die Eckscheibe ist so ausgelegt und konstruiert, dass sich ein gleich- mäßiges Abbrandbild einstellt. Die Basis, um das typische Verschmutzen der Eckbereiche zu minimieren.

 


Das Eck des HKD 10 und HKD 11 in zwei Ausführungen

Statt Ecken und Kanten werden wieder runde Formen im Ofenbau realisiert. Diesem Trend entsprechend wird die einteilige Glaskeramikscheibe in zwei Eck-Varianten angeboten. Eine weiche Rundkante mit Radius 50 mm beim HKD 10 und eine klar definierten Kante beim HKD 11. Die jeweils passende Lösung für den aktuellen Trend im Ofenbau oder für das zeitlose Erscheinungsbild mit klarer Geometrie.

Der HKD 2.2 - das Hochformat mit allen Möglichkeite

Ein nahezu unkaputtbarer Holzbrandeinsatz aus Gusseisen mit Kaminoptik für den handwerklichen Ofenbau. Einzigartig nicht nur die Konstruktion in seiner kompakten Bauweise, sondern auch die unterschiedlichen Bauformen und Möglichkeiten in der Zusammenstellung.

 

Die Konstruktion für eine saubere Verbrennung.
Die versteckten Verbrennungsluftführungen in den doppelwandigen Gussseitenwänden und in der Gusshaube ermöglichen unvergleichlich saubere Sichtscheiben über viele Heizintervalle. Mit Stutzen im Bodenbereich für die Verbrennungsluftversorgung von außen.

 


Die Bauformen und Möglichkeiten des HKD Kachelofeneinsatzes

Ein Gusskorpus in drei Brennraumtiefen für die Hochformate der HKD 2.2-Serie.

 

Die HKD Standardformate für traditionelle Kachelöfen

Die klassischen Scheibenformate für einen handwerklich erstellten Kachelofen. Ursprünglich verbaut in einer großen Frontplatte. Für modern wirkende Öfen eingefasst mit einem Blend- rahmen. Die Standardformate werden in drei Brennraumausführungen für Holzscheite mit 33 cm bzw. 50 cm Länge verwendet.

 

Das Angebot der Standardformate mit Frontplatte hat Normabmessungen. Wichtig, wenn ein alter Heizeinsatz getauscht werden muss.

 

 


Die Brennräume der HKD Standardvarianten

Kachelofenheizeinsätze aus Gusseisen mit Scheibenausführungen in Standardgröße für kleine, mittlere und große Heizlösungen.
Die Standardformate werden in klassischen Kachelofenanlagen eingesetzt. Mit kleineren Scheibenformaten gelangt weniger Abwärme während des Abbrandes in den Raum. Dadurch kann mehr Speichermasse verbaut werden.

Haubenvarianten der HKD - Ofenhöhe nach Wunsch

In den meisten Fällen wird die heizgasdurchströmte Nachheizfläche nebenstehend verbaut. Für diesen Anwendungsbereich verwendet man die Gusskuppeln. Für Öfen mit geringer Bauhöhe werden die niedrigen Gusskuppel genutzt (z. B. Raumteiler mit Tunnel- Varianten.
Die Variante mit aufgesetzten Speicherringen kommt zum Einsatz, wenn eine nebenstehende Nachheizfläche vom Raumangebot nicht möglich ist.

 

Schlanke Bauformen mit Modulaufsatzspeicher

Kleiner Raum - geringer Bedarf. Auch auf kleinster Grundfläche lassen sich handwerklich erstellte Speicheröfen mit den HKD-Varianten errichten. Dafür werden spezielle keramische Modulaufsatzspeicher angeboten.

 

Kachelöfen mit aufgesetzter Speichermasse (MAS) werden mit weniger Holz unter Nennlast betrieben. Die Drosselklappe vor dem Schornsteineintritt optimiert das Flammenbild und verhindert ein zu schnelles Abkühlen des Aufsatzspeichers bei starkem Schornsteinunterdruck. Wir empfehlen die motorische Ausführung in Kombination mit der  Abbrandsteuerung EAS/EOS.

 


Die möglichen Ofensysteme

 

Warmluftofen ...
„Schnell-Reaktionsofen“

Über Warmluft kann dem Aufstellraum innerhalb
kürzester Zeit viel Wärme zugeführt werden. Dieses
Konzept wird eingesetzt, wenn eine hohe Heizleistung
benötigt wird (> 4 kW) wie in Altbauten oder
in großen Räumen.
Bei Warmluftöfen strömt die Raumluft am Heizeinsatz
und der metallischen Nachheizfläche entlang, erwärmt
sich sehr schnell und wird über Warmluftgitter oder
Warmluftschächte dem Wohnraum zugeführt.
Dementsprechend hoch sind die Leistungsspitzen
während des Abbrandes, da Speichermasse nur im
Ofenmantel des Kachelofens verbaut ist. Nach
Abbrandende lässt die Wärmeabgabe spürbar nach.
Der Warmluftofen kühlt aus.

 

 

Speicherofen ...
„Langsam-Reaktionsofen“


Die angenehmste Form der Wärmeabgabe erfolgt
über die Abstrahlung des Kachelofens. Das Konzept
der Strahlungswärme wird vor allem dann eingesetzt,
wenn eine geringe, lang anhaltende und gleichmäßige
Heizleistung benötigt wird - also im Niedrigenergiehaus.
Im Speicherofen wird die Wärme in der 300 - 600 kg
schweren keramischen Nachheizfläche gespeichert
und über die Ofenoberfläche langsam abgegeben.
Dadurch werden hohe Leistungsspitzen und zu hohe
Raumtemperatur- Schwankungen vermieden.
Je nach verwendeter Speichermasse benötigt der
Kachelofen eine längere Aufheizzeit. Nach Abbrandende
liefert die heiße Speichermasse die benötigte Raumwärme.


 

Handwerklich erstellte Speichermasse
Der handwerklich erstellte Massespeicher stellt die ursprünglichste Form dar. Aus Schamotteplatten werden durch individuellen Zuschnitt rechtwinklige Heizgaskanäle
gefertigt, die das keramische Zugsystem bilden. Dadurch wird den Heizgasen die Wärme entzogen,
gespeichert und über die Kachelofenoberfläche
wieder abgegeben.

 

Modulare Speichersysteme
Keramische Modulspeichersteine werden immer
häufiger eingesetzt. Die Vorteile der vorgefertigten
Speicherelemente liegen auf der Hand: Passgenaue Formstücke ermöglichen eine schnelle Bauweise, ihre glattwandige Ausführung und der gleichbleibend runde Querschnitt
haben geringste Strömungswiderstände.
Die deutlich höhere Rohdichte als herkömmliche
Schamottezüge vereinigt eine einmalige Wärmeaufnahme und -leitfähigkeit auf kleinster Grundfläche.

 

Heizwassererwärmung ...
Eine ganz andere Form der Wärmespeicherung bietet sich an, wenn der Heizeinsatz mit einem Kessel kombiniert wird. Entweder als aufgesetzter Wasserwärmetauscher oder als Kesselmantel
oder beides integriert in einem Kesselkörper.
Bei allen Kessel-Variantenwird vorrangig der Aufstellraum mit der direkten Abwärme
beheizt. Mit den während des Abbrandes erzeugten
Wärmeüberschüssen wird Heizwasser erwärmt,
in einen Pufferspeicher eingespeist und über
die Zentralheizung bedarfsgerecht verteilt.


Der HKD Kachelofenheizeinsatz aus verschraubtem Gusseisen

Natürlich ist es aufwendiger den Kachelofenheizeinsatz aus Gusseisen, dem beständigsten Material in der Heiztechnik, zu fertigen. Eine nahezu spannungs- und verwindungsfreie Feuerraumkon- struktion, die nicht nur den hohen thermischen Belastungen  standhält, sondern auch die Lösung, die über Jahrzehnte
Betriebssicherheit garantiert. Probleme einer Verzunderung, wie beim einfachen Stahlblech und damit eine Begrenzung der Lebensdauer, kennt Gusseisen nicht.

 

Die Türvarianten des HKD

Gerade in Neubauten, die dem Niedrigenergiehaus-Standard entsprechen, muss das Wärmesystem des Kachelofens auf den geringen Wärmebedarf des Aufstellraumes individuell abgestimmt werden. Es gilt, die schnelle Wärme der Feuerraumabstrahlung durch die Sichtscheibe mit dem Abstrahlungsverhalten der handwerklich erstellten Kachelofenanlage so zu kombinieren, dass es zu keiner Wärmebelästigung oder Unterversorgung kommt.

 

Für die Ausführung der Ofentür stehen drei Konzepte zur Verfügung:
- einfach verglaste Sichtscheibe für hohe Wärmeabstrahlung
- Doppelverglasung mit reduzierter Wärmeabgabe
- gedämmte Ofentür mit Kontrollfenster

 

 

Türanschlag
Die flachen und runden Türen der HKD-Serie
können wahlweise von links als auch rechts
geöffnet werden. Im Auslieferungszustand
ist der Türanschlag rechts verbaut. Ein
Wechsel des Türanschlags lässt sich auch im
eingebauten Zustand mithilfe des Umbausatzes
vornehmen. Der Türanschlag beim HKD 8/9 wird
werkseitig nach Wunsch montiert. Der Türan-
schlag der Eck-Varianten befindet sich am
langen Schenkel.


Die Rahmenvarianten des HKD

Für den perfekten Abschluss zur Ofenhülle.
Elegant und schlicht als schlanker Anbaurahmen. Beliebt bei verputzten Ofenhüllen.
Der Blendrahmen in Stahl oder Guss als Abschluss zur Keramik.